4. Dezember 2016|Adventskalender

Setafnie Heine, Kurs 5
Ich habe dieses Jahr einige Male erlebt wie stark ein einziger Satz wirken kann. Was machen die folgenden Sätze mit mir, wenn ich mich voll reingehängt und mein Bestes für ein Projekt gegeben habe? „Ich habe wirklich selten jemanden gesehen, der so hartnäckig Dinge einfordert und dem Gegenüber trotzdem nicht das Gefühl gibt, überfahren zu werden. Das gefällt mir sehr gut.“ oder „Sie haben da ja nichts dazu beigetragen.“ Bei dem ersten fühle ich mich gesehen und wertgeschätzt, ich freue mich und tanke Energie. Bei dem zweiten bin ich enttäuscht und traurig, ich ärgere mich und meine Motivation sinkt.

Ich frage mich, was passiert da? Wie gehen wir warum miteinander um? Wie gut schauen wir hin und hören zu? Wie hörbar sagen wir was wir tun? Lassen wir Wertschätzung bewusst weg oder sind wir einfach nicht achtsam genug? Geht das freundliche Wort im Trubel des Alltags unter? Wie möchten wir gerne selbst behandelt werden und wie behandeln wir andere?

Ich wünsche mir eine (Arbeits)kultur in der Menschen genau hinschauen und hinhören, Worte bewusst wählen und sich wohlwollend begegnen. Und einzelne Sätze dazu nutzen, Energie zu schenken und nicht zu rauben.