10. Dezember 2018|Adventskalender

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Hallo, ich bin Gustav. Im Mai 2017 machte ich mich auf zu einem Abenteuer, das man Leben nennt. Zufälligerweise bin ich bei ziemlich verrückten Eltern gelandet, die glücklicherweise trotzdem sehr liebenswert sind. Zumindest versuchen beide mir den ganzen Tag meine Wünsche von den Augen abzulesen. Mir haben Sie es schließlich zu verdanken, dass beide 14 Monate Elternzeit nehmen konnten und wir nun zusammen Zeit haben für ein weiteres Abenteuer. Nach der Reise durch den Geburtskanal vor 3 ½ Monaten kann ich der Reise in ein anderes Land jedoch sehr gelassen entgegen sehen. Erstes Zwischenziel ist Uppsala, wo meine Tante wohnt. Aber auf dem Weg wollen wir uns viel Zeit lassen für die Natur und die Landschaften, die wir durchqueren. Stillen und Wickeln kann man schließlich fast überall.

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Seit dem 1. Juni 2018 leben wir drei zusammen in einem Dacia Logan Baujahr 2010. Innerhalb von 5 min ist unser Fahrgefährt in einen Schlafwagen umgebaut. Auf verschiedenen Mehrtagestouren übernachten wir im Zelt.

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An der Westküste Schwedens besuchen wir die Naturreservate Kullaberg und Bjärekusten. Danach trauen wir uns schon weiter in das Landesinnere. Im Nationalpark Stora Mosse – das größte Hochmoor Schwedens südlich von Lappland – wandern wir kilometerweit auf Bohlenwegen übers Moor. Im Nationalpark Tiveden und Tyresta geht es dagegen durch dichten Wald an Seen vorbei.

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Und so sind wir nun nach mehr als 4 Wochen in unserem fahrbaren Zuhause in Uppsala gelandet, die älteste Universitätsstadt Schwedens, an der schon Carl von Linne wirkte. Zusammen mit Oma und Opa bleiben wir eine Woche in einem Ferienhaus im Stockholmer Schärengarten und danach geht’s in den Norden zu den Höga Kusten, wo die Berge aus dem Meer wachsen wie nirgendwo sonst auf der Welt. Die Landschaft hat uns bisher überall gefallen. Selten konnten wir uns von einem Gebiet verabschieden, ohne nicht jeden Wanderpfad ausprobiert zu haben. So lassen wir erstmal weiter auf unserem Dacia durch die Gegend Richtung Norden treiben, bis uns zu kalt wird.

Franzi

Nachtrag: Zu kalt wurde es uns erst nach weiteren 2 Monaten auf unserer Reise quer durch Lappland und den Lofoten. Mitte September traten wir den Rückweg an und bewunderten die raue Landschaft Nordnorwegens, die sich zunehmend ein buntes Kleid und weiße Käppchen zulegte. Am Ende holte uns der Frost kurz vor Uppsala doch ein. Dort konnten wir uns bei meiner Tante wieder aufwärmen und die Vorzüge der Zivilisation genießen.

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