Digitalisierung ist weiblich – warum es so wichtig ist jetzt aktiv zu werden

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Digitalisierung ist weiblich – warum es so wichtig ist jetzt aktiv zu werden

Ihr habt euch auch schonmal gefragt was die digitale Transformation eigentlich konkret bedeutet, wie sie aussieht und wie viel IT KnowHow als Voraussetzung wirklich gebraucht wird?

Es sind noch immer zu wenig Frauen bei dem Thema aktiv und ich begegne laufend „Berührungsängsten“ und Zurückhaltung, wenn ich versuche spannende Kolleginnen mit an Bord zu holen. Dabei sind grade in der Transformation einige eher weiblich zugesprochene Eigenschaften erfolgskritisch, grade in technischen und damit meist männerdominierten Umgebungen.

An praktischen Beispielen mit Anekdoten aus dem Unternehmensalltag gehen wir dem Thema auf den Grund und hoffe euch damit Mut zu machen, selber aktiv zu werden. Bringt gerne eigene Beispiele und Erfahrungen mit, dann holen wir diese mit in die Diskussion.

Keine Teilnahmevoraussetzungen

Vanessa Langhammer:
Ich habe Wirt-Ing. Maschinenbau mit Schwerpunkt Produktionssystematik in Aachen studiert, habe drei Kinder gekriegt und war ein Jahr in Sydney, Australien. Nach dem Studium sind wir nach Wien gezogen, wo ich bei der Rail Cargo Austria AG (Güterverkehr der Österreichischen Bundesbahnen – ÖBB) erst im Prozessmanagement angefangen, dann als Projekt die Digitalisierung übernommen habe und mittlerweile seid 5 Jahren auf Augenhöhe mit dem Vorstand die Transformation voran treiben darf. Ich habe mich eher selten an Vorgaben gehalten, schrittweise ein sehr konkretes Bild für mich entwickelt, bin meinen Werten treu geblieben und habe aus meiner „Andersartigkeit“ ein Markenzeichen gemacht. Mit großer Leidenschaft unterstütze ich andere in ihrer Entwicklung, als Führungskraft oder in verschiedenen Programmen als Mentorin. Es freut mich sehr immer mehr GestalterInnen zu begegnen, die etwas verändern wollen und sich gemeinsam den Rücken stärken. Nur so bewegt sich wirklich was!

Luise Kranich:
Ich bin seit April 2022 Referatsleiterin im Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) und verantworte dort derzeit innerhalb der Abteilung „Digitale Verwaltung; Steuerung OZG“ die Themen „Rahmenarchitektur, Standardisierung für Plattformsysteme und für Digitale Services“. Zuvor koordinierte ich mit meinem Team im Referat „Digitalisierungsprogramme Bund und Föderal“ die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG).
Die positiven Eigenschaften, die der deutschen Verwaltung zugeschrieben werden – wie etwa Resilienz, Verlässlichkeit und Gründlichkeit – sind gleichzeitig Hemmnisse bei der digitalen Transformation. Ein Wirrwarr an Zuständigkeiten macht es auch den Engagierten schwer, Verantwortung zu übernehmen und moderne, vernetzte Systeme strukturiert zu implementieren.
Wir brauchen also bessere Zusammenarbeit, professionelles Management und Fachkompetenz auf fachlicher, organisatorischer und technischer Ebene – genau das, was wir im FTA fast schon im Überfluss haben.