Positionspapier – Es ist vollbracht!


Das erste Positionspapier des Femtec.Alumnae e.V. findet ihr in der Form, in der es zur Abstimmung gebracht wurde, oben rechts verlinkt. Bei der Abstimmung haben von ca. 350 Vereinsmitgliedern 56 dem Papier zugestimmt, 2 haben es abgelehnt, und 1 hat mit „neutral/nicht wichtig“ abgestimmt. Damit hat der Verein dem Papier zugestimmt.
In Prozenten: Das Papier erhielt eine Zustimmung von knapp 95%, bei einer Wahlbeteiligung von knapp 17%.

Bis hierhin war es ein schwieriger Weg, entlang dem viele Diskussionen auch zur Art und Weise des Meinungsaustausches im Femtec.Alumnae e.V. geführt wurden. Weitere Ergebnisse aus diesem Weg den wir als Verein gegangen sind, sind unser Forum und der Prozess zur Meinungsbildung im Verein. Einen kurzen Abriss zur Historie findet ihr im Folgenden.

Entstehungsgeschichte

2016

Im Januar geht das erste Positionspapier in die Abstimmung und wird angenommen!

2015

Der Text des Positionspapiers wird finalisiert und weiter diskutiert. Das Forum des Femtec.Alumnae e.V. wird federführend durch Madlen Hopp und Sandra Flügge realisiert und geht in den Probebetrieb.

2014

Im Februar wird eine Umfrage zu verschiedenen Aspekten des Themas „Frauen in Deutschlands Führungsgremien“ durchgeführt. Die Ergebnisse fließen in die überarbeitete Version des Positionspapier ein. Aus dem Workshop zum Thema Meinungsbildung geht auf dem Vereins-Review im März die AG Meinung (Leitung: Daniela Dirnberger) hervor, um dem Thema Meinungsbildung einen festen Platz im Vereins-Organigramm zu geben. Auf dem Workshop der AG PR im Dezember fällt die Entscheidung für ein eigenes Vereinsforum.

2013

Das Projekt „Meinungsbildung“ geleitet von Daniela Dirnberger nimmt seine Arbeit auf. Ziel ist es, erste Erfahrungen mit dem Meinungsbildungsprozess im Femtec.Alumnae e.V. zu sammeln und für ein vereinsrelevantes Thema ein beispielhaftes Positionspapier zu erstellen. Um in der Anfangsphase zu heftige Diskussionen zu vermeiden wird ein verhältnismäßig allgemeines Thema für dieses erste Positionspapier gewählt: die allgemeine Situation hinsichtlich des Anteils von Frauen in Führungspositionen in Deutschland (Titel: „Frauen in Deutschlands Führungsgremien“). Im August 2013 wird eine erste Version im Verein verteilt und per Email und im XING-Forum diskutiert.

2012

Es laufen die ersten Versuche, zum Thema „Frauenquote“ eine Meinung im Verein festzustellen. Eine von Verena Klapdor vorbereitete und geleitete Diskussion auf dem Vereins-Review 2012 verdeutlicht, wie weit die Ansichten hier auseinandergehen und welchen Weg wir noch vor uns haben bis zu einer „Vereinsmeinung“.

Meinungsbildungs-Prozess

Die AG Meinungsbildung regt eine fundierte Recherche und eine Diskussion gesellschaftlich relevanter Themen im Verein an. Diese werden persönlich in den einzelnen Regionalgruppen und virtuell via Videokonferenzen geführt. Wir möchten dabei mitwirken unsere Alumna im öffentlichen Diskurs als Role-Models zum Thema Frauen und MINT zu positionieren. Denn hier sehen wir uns als Ansprechpartnerinnen mit persönlicher und professioneller Expertise und als solche möchten wir mit anderen Menschen und Organisationen in Kontakt treten.

Der vorläufige Prozess in Kürze

  1. Ein Thema wird diskutiert – per Email, in der RG, …
  2. Ein Vereinsmitglied findet, dass diese Diskussion auf breiterer Basis und strukturiert wiederholt/aufgebohrt werden sollte.
  3. Dieses Vereinsmitglied meldet sich bei der AG Meinungbildung und bespricht das weitere Vorgehen für das konkrete Thema.
  4. Gemeinsam werden Informationen zu dem Thema gesammelt und in geeigneter Form dem Verein zur Verfügung gestellt.
  5. Es folgt eine Diskussionsphase im Verein, die dazu dient dass sich alle Interessierten mit dem Thema auseinandersetzen können.
  6. Die Ergebnisse werden integriert, z. B. über eine Umfrage.
  7. Es wird ein Meinungsbild oder Positionspapier erstellt und im Verein verteilt.
  8. Parallel wird eine Abstimmung gestartet, bei der jedes Vereinsmitglied mit
    „ja, ich stehe hinter dem Papier“
    „neutral, Thema ist mir nicht wichtig“
    „nein, ich stehe nicht hinter dem Papier“
    antworten kann. Die Abstimmung läuft 2 Wochen.
  9. Das Positionspapier gilt als angenommen, wenn 2/3 aller abgegebenen Stimmen ja oder neutral sind, und dabei die Anzahl der Gegner nicht größer ist als die der Befürworter.
  10. Für Themen, die für externe Kommunikation geeignet sind: Das Positionspapier wird auf der Homepage veröffentlicht, und der Inhalt für Kommunikation nach außen genutzt (Twitter, Leserbriefe, Diskussionsbeiträge, …)

Hintergrund

Die AG Meinungsbildung motiviert und moderiert den internen Austausch im Verein zu aktuellen politischen, sozialen und allgemein gesellschaftlich relevanten Themen. Unser Fokus liegt dabei im Bereich Frauen und MINT. Die Thematik „Meinungsbildung“ steht in direktem Zusammenhang zum Leitziel des Femtec.Alumnae e. V. „Wir wollen in der Gesellschaft sichtbar sein und mitreden“.

Ziel

Ziel des Meinungsaustauschs der einzelnen Alumna – und die damit verbundene Auseinandersetzung mit der persönlichen Position – ist es, das Profil des Vereins zu schärfen und als solcher zu aktuellen Themen Stellung beziehen zu können. Wir sehen neben unserer individuellen Verantwortung, durch Gespräche in unserem persönlichen Umfeld ein modernes und lebendiges Bild von Frauen und Technik zu zeichnen, die Verantwortung des Vereins, sich gesellschaftlich einzubringen. Wir möchten in unserer Gesellschaft langfristig ein Umdenken bewirken, das zu einer individuellen und verantwortungsvollen Gestaltung des beruflichen und privaten Umfelds führt.

Meinungsbildung? Ja, weil …

Wir schärfen dadurch unser Profil und das Profil des Femtec.Alumnae e.V., da wir als Person und Verein eine gut fundierte Position beziehen können. In der heutigen Zeit, in der wir schnell mal zwischendurch in einer der vielen Nachrichten-Apps die neueste Schlagzeile konsumieren, tendieren wir dazu unser Wissen und damit unsere Meinung zu wichtigen Themen auf Kurztexte zu stützen. Gerade bei polarisierenden Themen, wie z.B. Frauenquote oder Betreuungsgeld, fällt es oftmals schwer im Argumentewald des Pro-und Kontras noch die für uns selbst wesentlichen Argumente herauszufiltern, aber auch die vermeintlich Wichtigen von den tatsächlich Entscheidenden zu unterscheiden.

… uns das nützt.

Indem wir Recherchen zu diesen Themen durchführen geben wir euch bzw. uns gegenseitig Fakten an die Hand, die helfen eine fundierte Meinung zu bilden. Gemeinsame, auch moderierte, Diskussionsrunden helfen, die eigene Meinung an der Meinung anderer zu spiegeln und vielleicht ganz neue Aspekte der Thematik schätzen zu lernen. So nutzt Meinungsbildung im Verein sowohl dir persönlich, als auch dem Miteinander im Verein, und der Positionierung des Vereins in der Gesellschaft!

Kontakt

Über Anregungen, Fragen und Interessierte die mit uns diskutieren möchten freuen wir uns.

Schreiben Sie uns an! Email an AG Meinung

Positionierung des Vereins in der Gesellschaft?

Manche Themen sind besonders spannend für uns. Die Diskussion intensiv. Hier möchten wir über die Diskussionsmotivation hinaus eine „Meinung des Vereins“ ableiten. Mit diesen Vereinsmeinungen wollen wir nach extern ein besseres Bild unserers Vereins und dessen wofür unser Verein steht und sich einsetzen möchte, vermitteln. Damit kommen wir unserer Vision etwas näher:
„Wir möchten in unserer Gesellschaft langfristign ein Umdenken bewirken, das zu einer individuellen und verantwortungsvollen Gestaltung des beruflichen und privaten Umfelds führt.“

Denn indem wir unsere Meinung aktiv in Gesprächen in unserem Umfeld vertreten, können wir ein Umdenken initiieren!

Die Rolle der AG Meinungsbildung

Angestoßen werden kann ein Meinungsbildungsprozess von jedem Mitglied im Verein.
Die AG Meinungsbildung hat in dem Prozess eine besondere Rolle:

  • begleitet inhaltlichen Meinungsbildungsprozesse zu Themen, die aus dem Verein als „meinungsbildungswürdig“ an sie herangetragen werden.
  • begleitet den Prozess der Verabschiedung eines Positionspapiers, in den neben den Vereinsmitglieder auch der Vorstand und die Femtec eingebunden sind.
  • trägt die Verantwortung dafür, dass der Verein als ganzes vor einer Abstimmung inhaltlich/moralisch entsprechend vorbereitet ist, sich also keine „Kampfabstimmungen“ ereignen.
  • nimmt grundsätzlich Wünsche, Bedenken und Anregungen aus dem Verein zum Thema Meinungsbildung auf, und lässt sie in den Gesamtprozess einfließen.

Und worüber willst du diskutieren

Ein kleiner Einblick in die Diskussion zur Frage, welche Themen den für uns als Verein besonders zur Meinungbildung und Komunikation nach außen geeignet sind:

  • Unser entscheidendes Merkmal als Verein ist, dass wir nicht nur Frauen, sondern Frauen in MINT sind.
  • Fachliche Themen ermöglichen Sichtbarkeit/Präsenz ohne typische „Frauenthemen“
  • Es gibt sowohl Themen, die sich eher intern für eine Art Argumentesammlung eignen, als auch welche zu denen wir extern eine Meinung nach außen tragen können