8. Dezember 2017|Adventskalender

Verena Tschirner,
Kurs 21, Leiterin Terminkoordaination Sicherheitsanlagen Ceneri Basistunnel

Nun ist meine Tochter Frieda bereits seit 1 Jahr auf der Welt und erhellt unseren Alltag mit ihrem wunderschönen unschuldigen Lächeln. Das Jahresmotto unseres Vereins VORBILD sein hat mich hinsichtlich meiner neuen Rolle als Elternteil ins überlegen gebracht. Dieses kleine unwissende Lebewesen gilt es mit Wissen zu füllen und zu zeigen, was die Welt um es herum bedeutet.

Unweigerlich entwickelt sich die Frage: Inwieweit sind Vorgaben gut, und wo sind die Grenzen? Ist es nicht besser, dass Kind selbst entdecken zu lassen? Was sind die richtigen Vorgaben und vor allem: Was bzw. wen möchte ich als VORBILD für meine Tochter darstellen und welche Werte möchte ich ihr mit auf den Weg geben?

Als junge und unerfahrene Mutter – jeder weiß, das erste Kind ist für die frischgebackenen Eltern Neuland und Experimentierfeld – schaue ich nach rechts und links. Wie machen es andere Eltern mit ihren Neugeborenen? Wie haben die Arbeitskollegen, die Geschwister oder Freunde ihre Kinder erzogen? Ist das, was ich als Ergebnis bei deren Kindern sehe auch das, was ich für mein Kind und mich will?

Schnell wird klar, dass es DIE Erziehung oder DAS Richtig oder Falsch nicht gibt. Aber es zeigt sich auch, was gefällt und was nicht.

Als Mutter wird mir vor allem bewusst, was meine Eltern für mich getan haben. Plötzlich sehe ich die Gedanken, warum mir an mancher Stelle Schranken gesetzt wurden, oder eben nicht, viel klarer. Erst als Elternteil verstehe ich richtig, was meine Eltern geleistet haben und ich war die Jüngste von Dreien. Ich nehme mir also für meine Tochter viele Dinge aus meiner eigenen erlebten Erziehung mit und versuche sie nun selbst als VORBILD umzusetzen.

Ich kann nur hoffen, dass meine Tochter später auch auf eine glückliche und zufriedene Kindheit schaut und stolz auf ihre Eltern blickt.

An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an meine lieben Eltern, die mir in jeder Lebenslage treu und unterstützend an der Seite standen und auch jetzt als Oma und Opa einen so bedeutenden Beitrag leisten.